Kunstzentrum Wachsfabrik
wachs

Geschichte der Wachsfabrik

1812 Von der Firma Henkel als chem. Fabrik zur Herstellung von Bleich- und Waschmittel gebaut.
1914 Pulver- und Munitionsfabrik
1918 Likör- und Schnapsfabrik
1930 Die Rheinische Wachsindustrie Otto Josef Menden und Peter Pazen GmbH erwirbt das Gelände.
1935 Munitionsfabrik
1945 Wachsfabrik
1977 Vergleich wird angemeldet, das Gelände wird an den heutigen Eigentümer verkauft,
ein Teil der Kerzenproduktion wird im vorderen Fabrikteil weitergeführt.

Heute ist die Wachsfabrik ist nach Auffassung des Kulturamtes der Stadt Köln
für die freie Kunstszene ein wichtiger Ort.

aussenansicht

Chronologie des Kunstzentrums

1979 Im März 1979 mietet der Maler und Kunsterzieher Michael teReh
die ehemalige und teilweise leerstehende Kerzenfabrik an
und sucht Künstler die Interesse haben, sich an diesem Projekt zu beteiligen.
Kurz darauf beginnen die ersten acht Bewohner ihre gemieteten Räume,
die sich in einem desolaten Zustand befinden, auf eigene Initiative aus- bzw umzubauen.

Im Oktober 79 wird die öffentliche Einweihungsfeier des "Kunstzentrum Wachsfabrik"
mit einer Ausstellung der Künstler gefeiert.
Auf Initiative von Klaus Jürgen Pfeiffer, Architekt und Mitbewohner und dem Arzt
Dr. Peter Steimel gibt es im Herbst des gleichen Jahres den ersten Folktreff in der Halle,
der dann an jedem ersten im Monat stattfindet .

1980 Unter der organisatorischen Leitung von Günter Gritzner, Maler und Kunsterzieher,
der ebenfalls in der Wachsfabrik ein Atelier bewohnt, findet bis 1984 ein vielseitiges
Kulturprogramm mit Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerten statt.
Zur Unterstützung der Kulturarbeit wird der Förderverein " Freunde des Kunstzentrum
Wachsfabrik e.V." gegründet.

1981 wird die Kerzenproduktion im vorderen Teil des Fabrikgebäudes endgültig eingestellt.
Auf Grund der Kulturarbeit der schon bestehenden Ateliergemeinschaft, beschließt auch
das Kulturamt der Stadt Köln für Künstler dort Ateliers anzumieten, womit sieben weitere
Räumlichkeiten genutzt werden können.
Ein großer Teil der Fabrik und der Lagerräume sind für die darstellenden Künste vorge-
sehen. Dort zieht zunächst das "OffOff Theater"," und später das Jugendtheater
"Die Kugel"ein. Zwischenzeitlich wird hier auch eine TV Serie aufgezeichnet.

1982 Als Kommunikationsraum entsteht für Künstler und Besucher des Kunstzentrums das
" Cafe in der Wachsfabrik".

1985 übernnimmt der Metallbildhauer und Maler Hubert Fabian, der seit 1984 ein Atelier in der
Wachsfabrik bewohnt, die Organistion des Kulturprogramms mit einer neuen Konzeption,
die das Schwergewicht auf Rauminstallation legt. Hubert Fabian läd dazu Künstler
aus Deutschland und dem Ausland ein, um die große Ausstellungshalle mit ihrem eigenen
besonderen Reiz zu nutzen.

1993 Auf Grund drastischer Mieterhöhungen für die hintere Ateliergemeinschaft
durch den Eigentümer, muß die Ausstellungsaktivität eingestellt und die Halle
untervermietet werden, da diese ausschließlich durch eigene Mittel der Mietergemeinschaft
finanziert wird. Hubert Fabian legt sein Amt als Kurator der Ausstellungen nieder.
Die Wachsfabrik verschwindet aus dem Blick der Öffentlichkeit.

1994 wird das Jugendtheater "Die Kugel" von der Kölner Tanzagentur abgelöst,
die den Zuschauerraum und etliche Nebenräume aufwendig ausbauten.

2002 wird die Perfomance "Abgebrannt" in der ausgebrannten Ruine des Keramikateliers
aufgeführt.

2006 nach 12 Jahren Kölner Tanzagentur werden die Räumlichkeiten im Januar von dem
Choreographie Netzwerk Köln/Bonn "Barnes Crossing" übernommen.
Und in diesem Jahr entwickelte sich die Idee, erneut jährlich Arbeiten der hier jetzt
lebenden und arbeitenden Künstler in Gemeinschaftsausstellungen, Veranstaltungen
und Konzerten zu präsentieren.

2009 am 19. September feiert das "Kunstzentrum Wachfabrik" sein 30 jähriges Jubiläum
mit einer Gemeinschaftsausstellung. Zugleich wird der neu entstandene Skulpturenpark eingeweiht.

2010 Die bildenden Künstler öffnen am sog. "Kunstsonntag" ihre Ateliers.
Kunstsonntag ist jeweils der erste Sonntag im Monat.

2012 In der ehemaligen Fabrikantenvilla entsteht eine Kita, MyDagis.
Das Kulturamt läßt die bestehenden Verträge über die Ateliers im vorderen Teil des Geländes auslaufen.
Es kommt zu unschönem Leerstand von Ateliers.

2013 - 2016 Im Atelier Wachendorf entsteht die Galerie Phoenix.
Die Kunstsonntage finden große Resonanz.